Am 6. Juli 1942 tauchten Otto und Edith Frank mit ihren Töchtern Margot (16) und Anne (13) in den Lagerräumen hinter Ottos Firmengebäude in der Prinsengracht 263 unter. Das Ehepaar Van Pels (von Anne in ihren Tagebüchern „Van Daan“ genannt) und ihr Sohn Peter schlossen sich ihnen bald an, später folgte ihnen der Zahnarzt Fritz Pfeffer (Albert Dussel). Die acht Untergetauchten blieben bis zu ihrer Entdeckung am 4. August 1944 in ihrem Versteck – von Anne in „Hinterhaus“ umbenannt.
Die Aufführung „ Je, Anne “ erzählt die Geschichte der Ereignisse im Hinterhaus während dieser zwei Jahre. Die vielen schwierigen Momente, die Spannungen und Ungewissheiten, aber auch die gegenseitige Wärme und die Augenblicke der Hoffnung werden hervorgehoben. Im Zentrum der Aufführung stehen Annes persönliche Geschichte und die Tagebücher, in denen sie diese festhielt. Sie gewähren einen intimen Einblick in die Gefühle, Entwicklungen und Unsicherheiten des jungen Mädchens, das trotz allem stets optimistisch blieb. Ihre Tagebucheinträge unterzeichnete sie stets mit „ Je, Anne“ .
Anders als frühere Nacherzählungen, Filme und Theaterstücke erzählt „ Je, Anne “ die wahre Geschichte der Menschen im Hinterhaus, ohne sie zu dramatisieren, zu ergänzen oder in irgendeiner Weise zu verändern. Enid Futtermans Drehbuch wurde dazu durch die einfühlsamen und oft berührenden Lieder von Michael Cohen untermalt. Regie führte der flämische Regisseur Frank Van Laecke.