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Lerne Hanz kennen

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Vom Schlamm ins Museum

Den größten Teil seines Lebens verbrachte Hanz unter der Erde. Im wahrsten Sinne des Wortes. Jahrhunderte lang lag er im Schlamm verborgen, bis der Hobbyarchäologe John ten Pierick 1998 beschloss, seinen Metalldetektor zum Gelände des Schwimmbads De Sypel mitzunehmen. Schritt für Schritt suchte er das Gelände ab. Und dann fing das Gerät an zu piepen.

Einen halben Meter unter der Erde lag Hanz und wartete. Alt, wusste John sofort. Sehr alt. Mindestens 500 Jahre alt. Und im Falle von Hanz sogar noch viel älter. Was er gefunden hatte, erwies sich später als eines der wichtigsten Überbleibsel aus der Hansezeit von Harderwijk.

Eine königliche Vergangenheit

Pferdchen wie Hanz wurden im Mittelalter im Auftrag von Haakon V., dem damaligen König von Norwegen, angefertigt. Sie dienten als Hilfsmittel bei der Bestimmung des Wertes von Münzen. Hanz ist also nicht einfach nur eine dekorative Figur – er war ein ernstzunehmendes Arbeitsinstrument in einer Zeit, in der Harderwijk als Hansestadt florierte.

Übrigens hat er einiges mitgemacht. Eines seiner Beine brach einmal ab – und dieses Bein wurde nicht einfach weggeworfen, sondern beiseitegeschoben. Hanz kann sich darüber immer noch ärgern.

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Zu Hause in Harderwijk

Das Rijksmuseum van Oudheden wollte Hanz unbedingt haben. Aber John war der Meinung, dass er nach Harderwijk gehöre. Er verkaufte die Figur an die Gemeinde, die sie ihrerseits als Leihgabe an das Stadsmuseum Harderwijk übergab. Eine große Geste – und eine große Neuigkeit für die Stadt.

Das Stadtmuseum feierte die Eröffnung im großen Stil. Man ließ nicht weniger als 16.000 Kopien von Hanz anfertigen. Grundschüler durften diese bemalen, und die schönste wurde bei der Eröffnung neben ihm im Museum aufgestellt. Dort wohnt er nun schon seit Jahren. Und er ist froh, dort zu sein.

Harderwijk durch die Augen von Hanz

Als ältester Einwohner der Stadt sieht Hanz mehr als jeder andere. Er kannte die Stadt als blühende Hansestadt, sah Kaufleute und Seeleute aus allen Himmelsrichtungen eintreffen und überlebte den großen Stadtbrand vom 31. Juli 1503 – wenn auch nur knapp. Er sah die Grote Kerk wachsen, die Stadtmauer verschwinden und später durch LED-Lampen in der Fahrbahn erhellt werden. Und er sieht, wie sich Harderwijk auf die Internationalen Hanzetage im Jahr 2031 vorbereitet.

Sein Rat? Gehen Sie zum Fremdenverkehrsbüro auf dem Marktplatz, spazieren Sie an der Grote Kerk vorbei, folgen Sie der beleuchteten Linie der alten Stadtmauer durch die Straßen. Und besuchen Sie ihn natürlich einfach im Stadtmuseum. Er steht dort bereit.

Unknown

Redactie Heerlijk Harderwijk

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